Seltenes Kräftemessen – Kaufel startet gegen Weltmeister

Von verschiedenen Flugplätzen liegen der Osteroder Rennwagenvermietung von Bergrennfahrer Uwe Kaufel Anfragen und Einladungen für das Jahr 2012 vor. Geplant ist ein erneutes Aufeinandertreffen zwischen dem Kunstflugweltmeister Klaus Schrodt, weiteren Flugzeugpiloten und Uwe Kaufel. Klaus Schrodt, der für die Deutsche Lufthansa sonst weltweit unterwegs war, ist mit 56 Jahren aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und hat zeitweise als Buschpilot in Afrika für eine Diamantengesellschaft die DC-3 geflogen. 

In einer spektakulären Aktion ist Schrodt auch schon einmal gegen Kaufel gestartet. Zu diesem ungleichen Duell stand er mit seinem Flugzeug links auf der Startbahn direkt neben dem blauen Prototyp des Osteroders. Rechts hatte Uwe Kaufel sogar noch einen weiteren Piloten, der sonst einen Jumbo-Jet fliegt, mit einem Privatflugzeug neben sich stehen. Als die Startflagge fiel, schossen alle Drei gleichzeitig mit einer riesigen Geräuschentwicklung vor tausenden von Zuschauern auf der Startbahn hinunter. Der Flieger auf der rechten Seite konnte bei den enormen Beschleunigungswerten nicht lange mithalten. Kaufel und Schrodt aber sahen sich bei 170 km/h aus den beiden Cockpits noch in die Augen, bevor der Weltmeister dann zu einer beispiellosen Kunstflugvorführung sein Flugzeug steil in den Himmel zog. Er hatte als erster die Ziellinie passiert. Kaufel dagegen hatte Mühe, seinen Rennwagen bei weit über 200 km/h mit qualemden Reifen vor dem Ende der Startbahn zum stehen zu bringen. Gleiches wagte man vorher sogar mit einem eigens aus England eingeflogenen Düsenjäger. Dieses Spektakel ging unentschieden aus. Flugzeug und Rennwagen überquerten auf gleicher Höhe die Ziellinie. „Es war schon ein beeindruckendes Erlebnis, als ich den Hitzestrahl von dem knapp über mir abdrehenden Flugzeug spürte“, erklärte Kaufel im darauf folgenden Interview den applaudierenden Zuschauern. Sie forderten eine Zugabe, die der Osteroder dann am Nachmittag ganz knapp für sich entscheiden konnte. 

Dieses Highlight, dass ein Rennwagen auf derselben Startbahn zwischen den Flügeln von zwei Flugzeugen zum Beschleunigungsduell starte, ist in Europa einzigartig und wird in dieser Form nur vom Osteroder Unternehmer angeboten. Daher laufen mit verschiedenen Fernsehsendern derzeit Gespräche zur Berichterstattung und für weitere Übertragungen. Bereits ausgemacht ist ein Rennen gegen den letztjährigen Red Bull Air Race Teilnehmer Matthias Dolderer. Er wird mit seiner Rennmaschine vom Typ Edge 540 gegen Kaufel antreten. Hierbei handelt es sich um ein in Oklahoma (USA) hergestelltes Rennflugzeug, welches größtenteils aus Carbon besteht. Da wird es Kaufel schwer haben zu gewinnen!